Pflege
Was fehlt meiner Orchidee?
Wenn Orchideen nicht richtig gedeihen oder krank sind, so ist das in den meisten Fällen eine Folge von Pflegefehlern.
Nicht selten erkennt man Schäden nicht auf den ersten Blick, aber jede Veränderung an den Blättern und Wurzeln deutet auf ein Krankheit in irgendeiner Form hin. Grundsätzlich nuss zunächst einmal unterschieden werden, wodurch Schäden an der Pflanze entstanden sind:
Durch Pflegefehler oder durch Schädlinge.
Zu den Pflegefehlern zählen insbesondere
- falsches Giessen
- falsches, verdichtetes Substrat
- zu hohe oder zu niedriege Temperaturen,
- überdüngung oder Nährstoffmangel
Krankheiten der Pflanze werden durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht, weitere Schäden durch Insekten, Milben, Schnecken etc. In vielen Fällen sind
Krankheiten für den Laien nur schwer erkennbar, ausser vielleicht Folgen von Nährstoffmangel/ überdüngung oder Hitze-/Frostschäden.
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Was tun, wenn meiner Orchidee etwas fehlt?
Zuviel Wasser / unregelmässiges Giessen
Zu erkennen an veralgter, schmieriger Substratoberfläche mit diversen Moosen, angefaulten Wurzeln, Krusten an den Wurzelspitzen, Ziehharmonikawuchs.
Pilzkrankheiten
Sie verursachen braune und schwarze Flecken an den Blüten, werden durch Wasser übertragen. (z.B. werden Phalaenopsen häufig von dem sog. Botrytis-Pilz befallen). Vermeidbar ist dieses weitestgehend dadurch, dass man hohe Luftfeuchtigkeit zusammen mit niedrigen Temperaturen umgeht, denn dadurch wird der Pilz begünstigt.
Schädlinge
Zu erkennen an heller werdenden Blättern, Fraß-Stellen, abgestorbenem Gewebe, Kräuseln der Blätter. Bei starkem Befall (z.B. von Schildläusen)kommt es zum Absterben von Blättern und evtl. der gesamten Pflanze.
Nicht immer sind die
handelsüblichen Mittel hier wirklich erfolgreich: Wolläuse lassen sich chemisch nur schwer bekämpfen, hier versprechen Nützlinge mehr Erfolg.
Es gibt chemische sowie
biologische Methoden der Bekämpfung von Schädlingen. Bei chemischen Bekämpfungsmitteln sollte man sich immer exakt nach den Anweisungen des Herstellers richten. Bei den biologischen Methoden bedient man sich lebender Nutzorganismen, wie z.B. Insekten und Milben als natürliche Feinde der Schädlinge.
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Beispiele für die biologische Schädlingsbekämpfung
Marienkäfer
Der Marienkäfer ist sicher einer der bekanntesten Nützlinge im Garten. Es gibt über 70 Arten, die durch unterschiedliche Formen und Farben gekennzeichnet sind. Der Australische Marienkäfer (Cryptolaemus montrouzieri) hat sich z.B. auf Wolläuse spezialisiert. Daher wird er auch gerne in der Orchideenzucht als Nützling eingesetzt.
Schlupfwespe
Die Schlupfwespe (Encarsia formosa) ernährt sich von Honigtau, sticht jedoch auch Weiße Fliege-Larven an und saugt sie aus. Zudem legt das Weibchen je ein Ei in die Larven ab, die sich in dem Tier entwickeln und es dadurch absterben lassen. Daher ist die Schlupfwespe als Nützling gegen die Weisse Fliege sehr zu empfehlen.
Gallmücke
Die Räuberische Gallmücke (Aphidoletes aphidimyza) wird gerne eingesetzt, da sie ein natürlicher Feind fast aller Blattlaus-Arten ist.
Florfliege
Die Larve der Florfliege (Chrysoperla carnea) ist ebenfalls ein wichtiger Nützling, da sie ganzjährig einsetzbar ist und sich sehr vielseitig ernährt.
Raubmilbe
Die Raubmilbe (Phytoseiulus persimilis) ist der Feind der Spinnmilbe. Sie ernährt sich ausschliesslich von erwachsenen Tieren, Larven und Eiern.
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