Privat - Mein Tagebuch
30. April 2004
Die Gartensaison hat ja was, odda? Ich weiss nur noch nicht,
was! Nun, seit Freitag bin ich jedoch schwer dabei, dies herauszufinden - auch, wenn mir die äusseren Umstände dies nicht wirklich leicht machen.
Dass unsere Terrasse völlig vermoost und unansehnlich war, ist uns ja bereits bei Einzug in unser neues Domizil aufgefallen, konnte jedoch unsere Freude nicht wirklich trüben ..... wozu gibt es denn
Hochdruckreiniger? Der Rasen präsentierte sich im Winterkleid und gab keinen weiteren Anlass zur Besorgnis. Das jedoch änderte sich schlagartig mit dem Beginn der Wachstumsperiode: Nachdem das "Drumherum" bereits Konturen angenommen hatte, zeigte sich unser "Rasen" so nach und nach als Mischung aus Moos, Löwenzahn, Kornblumen, Gänseblümchen, Klee und was sonst noch "dazugehört". Die eigentlichen
Rasenbüschel konnten wir an den Fingern abzählen.
Ich glaube, es waren 15 oder so.... Nachdem auch die Gegenprobe kein besseres Ergebnis brachte, wurde kurzerhand beschlossen, diesen Wildwuchs komplett plattzumachen und neu einzusäen. Liegt ja auch auf der Hand.... Also, auf zu Opa, die entsprechenden Geräte ausleihen: Vertikultierer und den besagten Hochdruckreiniger. Am Freitag ging es dann also mit Opas sehr gepflegten und
technisch einwandfreien Geräten an die Arbeit.
Warum es so ist, weiss der Geier, aber an solchen Tagen glänzen die Herren der Schöpfung im Regelfall duch penetrante
Abwesenheit. So auch meiner. Ob es daran lag, dass ich festgestellt hatte, dass der eingekaufte Rasensamen vielleicht gerade mal für die Hälfte der Fläche reichen würde und mein Herzallerliebster in seinem unendlichen Tatendrang mir diesen extra aus Südkorea besorgt hatte ???? .....
So lange wollte ich nicht warten und begann schon einmal, mit dem Vertikkultierer die immerhin einigermassen grüne Fläche in ein unansehnliches
Graubraun zu verwandeln. Meine Nachbrarin stand derweil auf dem Balkon und quatschte mir eine Frikadelle an den Kopf. Letztendlich bot sie mir ihre Hilfe an für eine halbe Stunde..... kam runter, rauchte eine Zigarette mit mir, nahm die Harke und stand mir im Weg. Der Vertikultuierer hatte auch gerade mal wieder seine drolligen 5 Minuten und verweigerte den Dienst. Just in diesem Moment klingelte bei Maria das Telefon und wutsch - weg war sie....
Nun ja, so konnte ich wenigstens weiterarbeiten. Ein Blick auf die Uhr sagte mir allerdings, dass auch ich nun
Zwangspause machen musste: Es war inzwischen "Mittagsruhe angesagt und ich erledigte derweil für die nächsten 2 Stunden "ruhige" Arbeiten: Abharken, Einpflanzen weiterer Sommerblumen etc. pp... Pünktlich um 15.00 Uhr nahm ich die Arbeit mit dem Verti wieder auf. Knopf rein, Hebel hoch und ich hörte nur ein bekanntes
"gnnnnnnnnnnnng". Offensichtlich hatten sich die Messer "festgefressen" und Reinung war angesagt. Eine Kontrolle dieser egab jedoch keinen wirklichen Grund für die Dienstverweigerung. Ich bewegte die Messer mit der Hand und erntete dafür einige "krrrraks". Ich suchte und suchte, aber da ich, das überaus technische Genie, keinerlei Hinweise finden konnte, versuchte ich es halt erneut. Nach 5 weiteren "gnnnnnnnnnnnng" gab ich auf.
Inzwischen war es 16:30 h und auch mein Herzblatt von Südkorea zurückgekehrt. Ein
fachkundiger Blick auf den Vertikultierer und die trockene Feststellung:"Kugellager im Ar***" brachten mich sofort ins Grübeln, wie ich
DAS Opa erklären sollte. Mal abgesehen davon, dass erst die halbe Arbeit erledigt war... Diese ganze Szenerie wurde begleitet von Maria, die sich zwischenzeitlich - samt Gatte - wieder auf dem Balkon eingefunden hatte und darüber philosophierte, wie sie sich (mit mir) den ganzen Morgen "abgequält" hatte. Hm.... was habe ich nur wieder verpasst?
Uwe zumindest konnte mich bezüglich des Vertikultierers und Opa erstmal beruhigen. Er hatte da doch eine Lösung... Allerdings half uns das an dem Tag nicht weiter und so bereiteten wir uns vor für den
"Tanz in den Mai"....
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